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 Tessin

   

Im Verzascatal und in der Valle Maggia ...

bulletGiuseppe Zoppi (1896-1952)
bulletPiero Bianconi (1899-1984)
bulletPlinio Martini (1923-1979)

Karges Leben oder Emigration

Die Erzählungen der drei Autoren berichten zwar vom idyllischen Leben auf der Alp (Zoppi) aber ebenso von Armut und Entbehrung, von der Situation der Frauen in den Tessiner Dörfern, von Religion und Aberglauben auf dem Lande und von mehr oder weniger freiwilliger Emigration (Bianconi und Martini). Plinio Martini, der gegen das Bild eines pittoresken und folkloristischen Tessins polemisierte, schrieb Nicht Anfang und nicht Ende (Il fondo del sacco) und Requiem für Tante Domenica (Requiem per zia Domenica). Seine Erzählungen berichten von einer fast verschwundenen Bauern- und Hirtenkultur. Piero Bianconi ist bekannt durch die Tessiner Chronik Der Stammbaum (Albero Genealogico), in der er auf einen regen Briefwechsel zwischen den Ausgewanderten Tessinern und den Daheimgebliebenen zurückgreift.

Das Tessin mit den Augen eines Berner Patriziers aus dem 18. Jh. betrachtet ...

bulletKarl Viktor von Bonstetten (1745-1832)

Briefe über die Italienischen Ämter Lugano, Mendrisio, Locarno, Valmaggia

Der Denker, Politiker und Schriftsteller bereiste in den Jahren 1795-97 die von Landvögten aus den zwölf Kantonen der alten Eidgenossenschaft regierten Untertanengebiete und deckte schonungslos Missstände bei der Verwaltung auf. Gleichzeitig studierte er die Eigenheiten und Gewohnheiten der Tessiner Bevölkerung. Er interessierte sich für die Landwirtschaft, den Bildungsstand der Bevölkerung, die südliche Mentalität, die harten Arbeiten der Tessinerinnen u. v. m.

Bellinzona und Umgebung

bulletFelice Filippini (1917-1988)

Herr Gott der armen Seelen

Einer der tiefgründigsten Tessiner Romane hat in der Umgebung von Bellinzona seinen Ausgangspunkt: Herr Gott der armen Seelen (Signore dei poveri morti). Filippini verarbeitet darin ein traumatisches autobiographisches Erlebnis, den Ertrinkungstod seines jüngeren Bruders in der Moësa.

Kinderarbeit sicherte das finanzielle Überleben der Familien in den Tälern

bulletLisa Tetzner (1894-1963)

Die schwarzen Brüder

Der realistisch-soziale Jugendroman Die schwarzen Brüder berichtet davon, dass vom 16. bis 19. Jh. in den Wintermonaten Männer und Knaben aus allen Tälern des Sopraceneri und aus dem benachbarten Vigezzo als Kaminfeger im Ausland arbeiteten, v. a. in Oberitalien. Dokumente und Materialien dieses harten Berufes sind im Kaminfegermuseum in Santa Maria Maggiore (Vigezzo) ausgestellt.

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Informationen über das Tessin: Ticino Tourism

 Letzte Redaktion:      19-02-07